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ADMIN

Hallo lilly,

auf den Schwebfliegenflügeln und auf dem Stempeln liegt ein sehr ansprechendes Licht. Zwei Dinge spreche ich bei diesem Foto an:

Blende

Du hast das Foto mit Blende 3.3 gemacht. Das entspricht der offensten Blende des Zoomobjektivs Deiner Kamera.

Insbesondere im Nahbereich ist es ratsam, die Blende leicht zu schließen, beispielsweise auf 4.0 oder 4.5. In der größten Einstellung (3.3) verlangt sie das Maximum dessen ab, was das Objektiv zu leisten imstande ist. Und wenn Du dieses Objektiv am Rand seines Einsatzbereiches einsetzt, leidet insgesamt die Qualität recht stark. Dieses Zoomobjektiv ist in erster Linie für den Einsatz Landschafts- und Porträtfotografie entwickelt und optimiert worden, nicht für den Nahbereich. Gehst Du also damit so nah ran ans Motiv wie oben auf dem Bild, verlässt Du recht deutlich dieses Optimum. In Verbindung mit der "fordernden" Blende 3.3 leidet die Abbildungsqualität.

Hast Du dieses Foto nachträglich beschnitten? Wenn ja, wie stark etwa?

Schärfepunkt

Der Schärfepunkt liegt im Foto knapp hinter den Facettenaugen, in etwa auf dem hinteren Brustbereich. Dadurch sind zwar der Ansatz des rechten Flügels samt seiner Vorderkante sowie der Blü.tenstempel voll in der Schärfe, aber die Augen der Schwebfliege sind unscharf.

Bei Tierfotos gilt generell:

Die Augen müssen scharf sein!

Das gilt auch bei diesem Foto – selbst dann, wenn der Stempel der Blüte dadurch unscharf wird. Das Auge toppt alles :-).

Wir Menschen schauen als "Augentiere" immer zuerst auf die Augen anderer Menschen/Tiere. Sind die dann nicht scharf, irritiert uns das. Beachte, dass Du mit der Auswahl der Lage des Schärfepunktes auch immer den Blick des Bildbetrachters lenkst. Liegt der Schärfepunkt nicht eindeutig auf dem Hauptmotiv, entsteht diese angesprochene Verwirrung. Bei einem Tier ist das Zentrum des Hauptmotivs fast immer das Auge.

Also unbedingt darauf achten, das bei der Erstellung des Fotos dieser Schärfepunkt auf den Augen liegt. Manchmal ist das nicht so ganz einfach, insbesondere dann nicht, wenn sich das Tier bewegt und man mit einem so großen Abbildungsmaßstab arbeitet. Das ist aber reine Übungssache; mit der Zeit klappt das immer besser. Wichtig ist nur, darauf zu achten!

Fazit: Abgesehen von der leicht nach hinten gerutschten Schärfe ein gelungenes Makrofoto.

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht" 

Roland 

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