Die Honigbiene

Honigbiene Apis mellifera

Gefunden beim Bienenhaus ganz in der Nähe, in ziemlichen guten Zustand. Anschließend mit vielen Nadeln präpariert.

Stackingfotos, fotografiert mit Canon Eos 600D, meinem Lieblingsobjektiv Canon MP e 65, Wemacro Schlitten, Helion Remote, Helicon Focus, Lightroom, Photoshop.

Kommentare

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Makronist

Hallo, HupferCoils,

und herzlich Willkommen auf Makrotreff! Das sind schon beeindruckende Fotos, die du hier zeigst! Ein Bienenauge habe ich noch nie von einer solchen Nähe gesehen! Hast du die Bilder beschnitten?

Viele Grüße

Mainecoon

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ADMIN

Hallo HupferCoils,

herzlich willkommen bei Makrotreff! 

Du zeigst mehrere Focus Stacking-Fotos mit großem Abbildungsmaßstab. Ich konzentriere mich bei der Besprechung in erster Linie auf das erste von Dir eingestellt Bild.

Licht

Das Porträt der Honigbiene ist alleine aufgrund seiner starken Vergrößerung beeindruckend. Noch beeindruckender wäre es, wenn im Gesicht der Biene mehr Licht wäre. Hier fehlt ein wenig die Brillanz.

Die Lichtführung insbesondere bei großen Abbildungsmaßstäben ist ein wichtiges und sehr kniffeliges Thema. Das Motiv befindet sich so nahe vor dem Objektiv, dass nur sehr wenig Platz für eine gute Lichtführung besteht; oft kommt es sogar Abschattungen durch das Objektiv.
Egal, wie, dieser Punkt muss im Makrobereich gelöst werden! Achte also immer auf die Lichtverhältnisse auf dem Hauptmotiv. Bei Bedarf muss zusätzliches Licht in Form von Blitzlicht, LED-Leuchten oder ähnlichem eingesetzt werden. Bei deren Ausrichtung sollte unbedingt immer sofort die Wirkung auf dem Hauptmotiv beobachtet werden. Sie darf nicht zu gering, aber auch nicht zu stark ausfallen.

Bildausschnitt

Wähle bei solchen Motiven immer einen etwas größeren Ausschnitt. Die Bildhöhe, schreibst Du, entspricht der Originalhöhe des Fotos. Die Mandibeln (Kiefernzangen) der Biene berühren fast den unteren Bildrand. Das ist zu eng. Ein Bild wirkt meistens harmonischer, wenn zwischen Hauptmotiv und Bildrand etwas mehr Platz ist; ich spreche hier immer von "Rahmen".

Focus Stacking

Der Stack ist recht gut gelungen, weist aber insbesondere im Bereich vieler Bildstellen mit "Bienen-Haaren" klassische Stacking-Fehler (sogenannte Halos) auf. Die sind grundsätzlich nicht zu verhindern – auch, wenn die verschiedenen Stacking-Programme unterschiedlich damit umgehen. Insbesondere Haare stellen hier eine hohe Anforderung an die Software. Da hilft nur sehr aufwändiges und zeitintensives Nacharbeiten.
 

Fazit: Deine technischen Voraussetzungen passen im Wesentlichen, um gute Focus Stacking-Fotos zu erstellen. Richte Dein Augenmerk zusätzlich verstärkt auf die Lichtführung. Dann werden die Fotos noch besser, als sie bereits sind :-).

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht" 

Roland

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Makronist

Danke für deinen sehr ausführlichen Kommentar, werd ich mir bestimmt noch öfter durchlesen. Genau auf solche Kritik hat ich hier gehofft. Danke dafür.

Die schlechte Gewohnheit von vornerein zu nah ran zu gehen muss ich mir echt abgewöhnen, dann sollte das mit dem 'Rahmen' auch klappen.

Ghostfehler oder Halos nerven mich immer wieder. DAS Mittel dagegen hab ich bisher noch nicht gefunden. Um alles in Photoshop zu bearbeiten fehlt mir das können und ehrlich gesagt auch die Lust um mich stundenlang damit zu beschäftigen. 

Am Licht bin dran. Bau mir gerade einen Lichttunnel. Mal sehen was das wird.

 

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