Schlecht rasierte Hornisse

Leider haben viel zu viele Menschen vor diesen wunderschönen Tieren Angst.

Sigma 105Makro + 34mm Zwischenringe + Raynox250, Stativ + Taschenlampe
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Kommentare

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ADMIN

Hallo fredmaro,

ja, in voller Vergrößerung sieht man die Schönheit dieser Tiere besonders gut.

Du schreibst "... + Kältestarre". Die Hornisse auf dem Bild ist tot. Ich gehe mal davon aus, dass die Kältestarre nicht durch Dich eingeleitet wurde, sondern Du die Hornisse irgendwo tot aufgefunden hast,.... oder?

Liebe Grüße 

Roland

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Makronist

Hi Roland,
ich habe seit Jahren ein Hornissen"zentrum" mit einigen Eingängen im Garten.
Da einige zum Zeitpunkt der Aufnahmen (10 Grad) noch unterwegs waren,
nahm ich an, diese hier ist schlicht starr (zumal ich auch schon welche im Gartenhaus gefunden hatte,
die nach Anhauchen wieder krabbelten).

Danke für den Hinweis - korrigiere das gerne und habe wieder was gelernt.
Fred

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ADMIN

Hallo Fred,

klasse, dass Deine Hütte gleichzeitig ein Hornissen"zentrum" ist – und sein darf. Das sind schon sehr imposante Tiere.

Am Ende eines Jahres sterben alle Hornissen eines Staates – ausgenommen der Königin. Da wirst Du wohl eines dieser im Rahmen des "normalen", natürlichen Ablebens gestorbenen Tiere gefunden haben.

Schade dabei ist immer, dass die meisten Insekten unmittelbar nach ihrem Tod matte Augen bekommen; die Farben und auch die Leuchtkraft verschwinden nahezu komplett. Das sieht man dann natürlich auch bei Fotos, insbesondere bei guten Makrofotos, denn die sollen ja alles zeigen, was es so zum Zeigen gibt :-). Und damit wird dieser Tod vergrößert – klingt natürlich sehr hart, ist aber irgendwie was Wahres dran.

Und trotzdem, was ist "schlimm" an einem Dokument des Natürlichen? Nichts. Schließlich gehört das Vergehen zum Werden dazu. Ohne das Eine kein Anderes. Das ist eines der vielen Naturgesetze, die da sind, ob man das nun will oder nicht. Die mitteleuropäische Kultur hat den Aspekt des Todes sehr weit aus ihrer Wunsch-Wahrnehmung verbannt.

Wie viele Postkarten gibt es, die die vergängliche, braune Materie verrottender Pflanzenteile zeigen? Wie viele gibt es daneben, die verkitschte, überfärbte, junge und unbeschädigte Marienkäfer auf ebenso verfärbten, verkitschten, jungen und unbeschädigten Blüten zeigen?

Wie viele Foto gibt es von Tierkadavern, die zurück in den Kreislauf ihrer Ursprungsbestandteile übergehen? Wie viele gibt es daneben von süßen, flauschigen, Männchen machenden Hörnchenmäuschenhamsterchen, die an vollreifen, knallbunten, makellosen Früchten schnüffeln?

Manche andere Kulturen auf dem Planeten Erde haben zu diesem Thema eine andere Wahrnehmung, die bei allen Unterschieden jedoch bei fast allen darauf hinausläuft, das Vergehen – den Tod – nicht so stark zu verbannen. Interessant ist, dass diese Menschen in der Regel dann auch einen anderen Zugang und damit verbunden einen anderen Umgang mit dem (eigenen) Sterben haben.

Hm, interessant, was Dein Bild so alles an Gedanken in der Vorweihnachtszeit herauskitzelt :-).

Liebe Grüße 

Roland

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Makronist

Hallo Fred,

spannende Einblicke in dieses Gesicht! Du hast Recht, Angst ist hier nicht angebracht. Respekt vor Mutter Natur reicht völlig aus. Wenn man sich nicht gerade vor ein Hornissennest stellt und dabei auch noch dunkle Klamotten an hat, ist normalerweise überhaupt nichts zu befürchten.

Die Rückfrage vom Roland finde ich wichtig. Ich habe auch davon gehört, dass es Fotografen gibt, die die Tiere ins Eisfach packen, damit sie still halten. Aus meiner Sicht ein absolutes "No Go". Wer die Tiere nicht achtet, sollte auch keine Bilder von Ihnen machen.

Danke fürs Zeigen!

Schöne Grüße

Rob

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Makronist

Hallo Roland,
Hallo Rob,

vielleicht macht es ja Sinn, Euch mal "meine Lösung" für Insekten-Makros vorzustellen.

Dieses "MiniTerrarium hat eine, speziell angefertigte Frontscheibe aus absolut farblosem, nicht verzerrenden Glas. Im Terrarium je nach Insekt Blätter, Zweige, Erde oder was auch immer.
Insekten davin beruhigen sich sehr schnell, selbst wenn dann rundherum Kameras eingerichtet werden.
Gestorben ist dabei noch nie ein es davon.

Herzliche Grüße

Fred
 

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