zu spät zur Party

Ein Anblick, den wir alle kennen und der unglücklicherweise sehr negativ belegt ist. Aber es ist der ewige Kreislauf. Schnell hat sich bei den Goldfliegen (Lucilia sericata) rumgesprochen, dass eine Schnecke im Gras aus dem Leben geschieden ist. Neben der Bestäubung von z.B. Doldenblütlern, machen sich diese Schmeißfliegen eben auch nützlich beim "Aufräumen" von Aas, ähnlich wie die Geier in der Savanne ;-) und schützen auf diesem Weg auch andere Lebewesen vor den Keimen und Erregern, die im Aas entstehen können.

So wie jedes Lebewesen, können auch diese Fliegen Krankheiten übertragen. Ich finde es dennoch nicht verhältnismäßig, nur auf das zu blicken. Wenn man im Netz nach der Art sucht, findet man zahlreiche negative Sichtweisen. Ich denke, dass wir diesen Flugkünstlern und Ihrer Rolle in Ökosystemen damit nicht ganz gerecht werden.

Das Bild ist bei praller Sonne entstanden. Ein weißes T-Shirt wurde dabei als Aufheller eingesetzt. Die Schatten konnte ich dadurch etwas entschärfen aber dennoch ist der Vordergrund arg unruhig.

ABM etwa 1:2,5, APS-C, 1/4000s, f/2,8, ISO1000, Meike Makro 85mm, etwa 10% Beschnitt

 

Kommentare

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Makronist

Hallo, Rob,

wir Menschen kanzeln ja viele Tiere oder Pflanzen als "unnütz", "schädlich" o.ä. ab. Dabei verstehen wir nur nicht, welche Rolle sie in ihrem Ökosystem spielen.

Vielen Dank für diese bedenkenswerten Worte zu unserer Sichtweise auf Schmeißfliegen!

Viele Grüße

Mainecoon

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