Dr. Rudolph Hugo Meyer & Co Görlitz Kino Plasmat 1.5/2cm – Junge Baldachinspinne

Nachdem ich kürzlich bereits ein Foto dieser jungen Gemeine Baldachinspinne (Linyphia triangularis) eingestellt hatte, das ich mit einem hochmodernen Makroobjektiv erstellt hatte, hier nun ein Foto der gleichen Jungspinne ("Mini-Annegret" – grins), fotografiert mit dem aus dem Jahr 1933 stammenden Kino Plasmat 1.5/2cm. Die Jungspinne sitzt am Rande ihres frisch gewebten Baldachin-Netzes auf einer Nadel des Currykrauts (Helichrysum italicum).
Im Vergleich zum "modern" erstellten Foto mit dem Olympus Zuiko ED 2.8/60mm bringen die alten Gläser des Kino Plasmats eine leicht plastische Wirkung ins Bild; das Foto erhält mehr Tiefe – und aufgrund der sehr "kurzen" 2cm Brennweite viel Raum, in der die Tiefe wirken kann.
Die verhältnismäßig sehr gute Schärfeleistung des Vintage-Objektivklassikers reicht immer noch aus, selbst die nur etwa eineinhalb Millimeter kleine Baldachinspinne ausreichend scharf abzubilden.

Kommentare

Profile picture for user IngaEdel
Makronist

Wow, das ist ja mal ein Spinnenbild ganz nach meinem Geschmack! Das Currykraut steckt seine fantastisch abstrakten Finger nach Annegretchen aus und die hängt ihre Fäden ran.

 

 

Profile picture for user Wolfgang Zeiselmair
MOD

Grüß Dich Roland,

Boah! Was hat sich Annegret für eine Bühne gesucht, da bin ich förmlich erschlagen. Wunderbar wie sich die (scharfe) Spinne in das märchenhafte Bokeh kuschelt, ein Hammerbild, das sicher auch Menschen mit einer Spinnenphobie an ihrer Abneigung zweifeln lässt *grins*

Servus
Wolfgang

Profile picture for user Flora1958
MOD

Hallo Roland!

Ach wie ist das schön, die Gretel in so einem Umfeld zu sehen. Mir scheint sie wartet noch etwas ängstlich, bevor sieht loszieht die mystische  Currykrautwelt zu erobern. Der Spot auf ihrem kleinen ,zierlichen ,hübsch gezeichneten Körper tut ein Übriges, macht sie zum Star der Bühne. Wie hast du das nur wieder hingezwiebelt

fragt sich die

Gabi

Profile picture for user Roland
ADMIN

Hallo Gabi,

es ist total faszinierend, dass so eine kleine Mini-Annegret in der Lage ist, einen riesigen Baldachin zu weben – in dem man sie kaum sieht, wenn sie drinhockt :-). Irgendwie passen die Proportionen (noch) nicht. Aber Mini-Annegret wird in den kommenden Monaten wachsen – und ich werde sie dabei begleiten. Ich freue mich drauf...

Liebe Grüße 

Roland

Profile picture for user Rob
Makronist

Hallo Roland,

wow, gefällt mir sehr gut! Die Linienführung und die sanfte Bühne für die kleine (und in jeder Hinsicht scharfe) Baldachinspinne sind sehr eindrücklich. Ein Bild dessen Wirkung sich richtig offenbart. Die Kombination aus Vintage, Lebensraum und Akteurin finde ich (wie du weist) sehr anziehend. Altglas ole ;-)

Danke fürs Zeigen

Rob

Profile picture for user Ingo Heymer
Makronist

Hallo Roland,

ich bin immer wieder beindruckt von der Ausdrucksstärke deiner Bilder. Mein jüngst extra dafür angeschaffter Quantenrechner hat ausschließlich den Auftrag, den Wesenskern deiner Bildgestaltung zu extrahieren und mittels der integrierten KI in mir verständlicher Weise in Form einer praktischen Arbeitsanweisung zusammenzufassen. Ist leider ein Prototyp, aber wenn das Gerät funktioniert, nimm´ dich in Acht! *doppelgrins*

Wie du weißt, bin auch ich hochgradig fasziniert von den "Ausschnitten des Weltgeschehens". Manchmal aber keimt in mir die Frage auf: Ist das Realitätsflucht??? Ertrage ich das von den zweibeinigen Berserkern gestaltete Weltgeschehen einfach nicht mehr? Sollte ich angesichts von Klimawandel, Artensterben, globaler sozialer Ungerechtigkeit, Krieg, Hunger und Armut nicht auf ganz anderen Hochzeiten tanzen? Hmmm.

Oder transportiere ich durch die Beobachtung der Natur, durch die Bewusstwerdung ihres filigranen, komplexen, vulnerablen Systems und der dadurch entstehenden Liebe und Ehrfurcht ihr gegenüber, die natürlich auch in der Kommunikation mit anderen Menschen Ausdruck findet, etwas machtvoll Heilendes, das mehr Wirkung zeigt, als "politischer Kampf" es könnte?

Ich weiß es nicht. Aber die Frage sollte man sich stellen.

Liebe Grüße

Ingo

   

Profile picture for user Roland
ADMIN

Hallo Ingo,

diese Frage habe ich mir auch gestellt, und meine Antwort lautet:

Ja, die tiefe Beobachtung der Natur heilt – zuerst nach innen, und anschließend gemäß den Gesetzen der Projektion nach außen.

Fotografie kann eine Ausdrucksform dieser tiefen Beobachtung sein, quasi "Kommunikation" einer geheilten Verbundenheit mit der Natur – Kommunikation mit anderen Menschen, aber auch mit sich selbst.

Wir leben in einer Zeit, in der zwei Wege existieren bzw. "noch" nötig sind: der nach innen und in seiner Folge ins Außen projizierte heilende Weg, zusätzlich aber auch der Weg des zivilen Ungehorsams, Widerstands und, wie Du es nennst, "politischen Kampfs"; dies ist der von Dir angesprochene "Tanz auf den ganz anderen Hochzeiten".

Einer Sache bin ich mir mittlerweile sicher: Ohne den ersten Weg geht es nicht, zumindest nicht nachhaltig über einen längeren Zeitraum. Dieser Weg ist Rückbesinnung auf das, was wir im Kern sind. Somit ist er notwendige Heilung und keine Realitätsflucht.
Der zweite Weg ist momentan (noch) notwendig. Er ist eine vorübergehende Zeiterscheinung innerhalb unseres Zeitfensters auf dieser Erde, weil die Menschheit im Gesamten über noch zu wenig kollektives Bewusstsein verfügt. Dies wird sich ändern. Am Ende sollte nur noch der erste Weg übrig bleiben.

Fazit: Ein Hoch auf Mini-Annegret und alle übrigen "Ausschnitte des Weltgeschehens" wie Haseljungs, Sandlaufkäfer, Wollschweber und vieles mehr :-)!

Liebe Grüße 

Roland

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