Eis Fische

überrascht durch den Kälteeinbruch wurde er eingefroren in einem kleinen Flusslauf, dem Galgenbach in Münster.

Kommentare

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ADMIN

Hallo Gudrun,

ich gehe mal davon aus, dass der Bachlauf recht schmal ist. Bei den Fischen handelt es sich um den Dreistacheligen Stichling (Gasterosteus aculeatus) – ein eigentlich sehr gut angepasster, kleiner Fisch. Sein Lebensraum bietet in der Regel ausreichende Rückzugsmöglichkeiten. Wenn dieses Einfrieren also in größerem Umfang geschieht, weist dies auf eine starke Störung hin.

Wie Du bei den anderen Fotos treffend schreibst: tragisch und seltsam zugleich!

Liebe Grüße 

Roland

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Makronist

Hallo Roland, was heißt im größerem Umfang? Es war eine Fläche von ca. 10 m x 5 m, an einer erhöhten Stelle die dann zu einem kleinen See führt. Der Bachlauf ist schon immer sehr schmal. Hat es vielleicht auch etwas mit der Sauerstoffzufuhr zu tun? Ich hatte das Gefühl. 

Gruß Gudrun

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ADMIN

Hallo Gudrun,

ja, es kann mal sein, dass sich Stichlinge "verschwimmen" – also in Bereiche schwimmen, die ihnen auf die eine oder andere Weise gefährlich werden können. Das passiert diesen eigentlich sehr gut angepassten kleinen Fischen aber eher selten. Sie können in kleinsten Gräben überleben – Voraussetzung, das Wasser ist relativ sauber. Sauerstoff ist in der Regel dann genügend vorhanden, wenn das Wasser fließt – auch dann, wenn es langsam fließt.

Sauerstoffmangel dürfte erst zum Problem werden, wenn eine vom Bachlauf abgeschnittene Rest-Wassermenge sehr klein wird. Solange aber noch ein Quadratmeter oder mehr Wasserfläche vorhanden ist, sollten Stichlinge das aushalten können. Hier in diesem Fall ist dann leider der Frost dazugekommen...

Ich habe früher viele Jahre lang Stichlinge beobachtet – sowohl draußen in freien Gewässern als auch bei mir im Haus. Das sind hochinteressante Fische. Insbesondere ihr Brutverhalten ist spektakulär, weil sie im Wasser ein Nest anlegen und das Männchen die Jungfische im Nest über einen längeren Zeitraum bewacht und gegenüber Feinden verteidigt. Da kann man stundenlang zuschauen...

Liebe Grüße 

Roland

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Makronist

Danke Roland, alles hoch interessant für mich. Beobachten kann ich sie leider nicht in Zukunft weil ich sie nie zuvor gesehen habe. Es scheint mir plausibel dass sie den See erreichen wollten und überrascht wurden.

Gruß Gudrun

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