Farbenrausch

Fuji XH1 mit Carl Zeiss Jena Pancolar 50 1.8!

Das Pfaffenhütchen wird von mir immer wieder gerne fotografiert! Jedoch ist hier durch das alte Pancolar die Bildwirkung ganz speziell.

Kommentare

Profile picture for user Erich Müller

Hallo Gerhard57,

das ist wahrhaft ein Farbrausch, erinnert an das Cyclop, das auch solche Farbeskapaden fertigbringt.
Die Pfaffenhütchen sind schön in der Schärfe. Allerdings wird der Hauptdarsteller vom Hintergrund schon fast erschlagen, will sagen der Hg stiehlt ihm die Show. Das Hauptmotiv würde mehr freigestellt, wenn Du die Perspektive mehr zum gelben Hintergrund links, bzw. ein Stück weiter nach unten gesetzt hättest. So wirkt das Foto sehr unruhig für mich.
Vielleicht ist es von Dir aber genau so gewollt, denn Du bist der Fotograf.

Liebe Grüße

Erich

Profile picture for user Roland
ADMIN

Hallo Gerhard,

dieses farbenfrohe Foto vom Pfaffenhütchen zeigt – und zwar deutlich mehr als das Foto von der Zypressen-Wolfmilch – Merkmale eines Vintage-Objektivs. Der Hintergrund swirlt – dieser Begriff beschreibt die scheinbare Drehung des Bokehs um die Bildmitte herum. Und die Unschärfen weisen ein wenig die Charakteristik einer Pinselführung auf.

Zwei Punkte spreche ich detaillierter an:

Licht

Das Foto ist bei Sonnenschein entstanden. Und die Sonne strahlt annähernd sämtliche Motivteile innerhalb des Bildes an. Dadurch entstehen unterhalb von Blättern/Blüten überall kleine Schattenbereiche. Diese vielen Licht-/Schattenwechsel bringen zusätzlich zur "gemalten" Struktur des Bokehs viel Unruhe ins Bild.

LÖSUNG:
Wenn man bei solchen Lichtverhältnissen fotografiert, ist es oft ratsam, einen Bildausschnitt so zu wählen, dass nicht so viele von den oben beschriebenen Licht-/Schatten-Wechseln ins Bild kommen – eben um das Bild zu beruhigen. Dies erreicht man in aller Regel durch eine Erhöhung des

 

Abbildungsmaßstabs

Unabhängig vom der beschriebenen Lichtsituation hast Du aufgrund des relativ geringen Abbildungsmaßstabs einen relativ gering aufgelösten Hintergrund. Der sieht zwar klasse aus, stiehlt aber dem scharfen Hauptmotivzweig ein wenig die Show; Erich beschreibt dies bereits in seinem Kommentar oben. Nun kommt also zu den dominanten Licht-/Schatten-Wechseln auch noch auf relativ großer Fläche die recht deutlichen Unschärfestrukturen hinzu. Alles zusammen führt hier zu der Feststellung:

Der Oscar geht an den Nebendarsteller :-)!

Alles nicht so "schlimm", wenn dadurch der Hauptdarsteller nicht beleidigt wäre. Aber das ist hier der Fall. Der Hauptmotivast wird vom Bokeh zu stark dominiert. Dadurch verliert er seine eigentliche Bedeutung als Hauptmotiv.

Fazit:
In dieser Situation hätte also eine Erhöhung des Abbildungsmaßstabs deutlich mehr Ruhe ins Bild gebracht – unter Beibehaltung derjenigen Kriterien, die für den Einsatz des Vintage-Objektivs Voraussetzung sind: eine Mal-Charakteristik wäre erhalten geblieben (wahrscheinlich sogar verstärkt worden). Nur der Swirl-Effekt würde hierbei etwas schwächer ausfallen.

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht" 

Roland

 

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