Taika Harigon 1.2/58mm – Nässelblättrige Glockenblume

Der Blütenstiel ist bereits umgekippt und liegt auf dem Boden. Die meisten Laubblätter der sie umgebenden Pflanzen welken bereits, doch die lila Blüte der Nässelblättrigen Glockenblume (Campanula trachelium) trotzt den sinkenden Temperaturen und leuchtet in voller Pracht der tiefen Novembersonne entgegen.

Sony Alpha 7 III, Taika Harigon 1.2/58mm, Blende 1.2, 1/500s, ISO 100

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Makronist

Hallo Roland,

fein fängt sich das Licht im Lila der trotzigen Winterblüte. Die Glocke, der die letzte Stunde schlägt, ist das noch nicht. Die umrahmenden Blätter, Ästchen oder was es sein mag, bilden einen Farben- und Bokeh- Theatervorhang, der die Blüte bei ihrem Auftritt rahmt. Der Blick nach vorne geht ins Weite.

Die Blüte hat eine ganz wunderbare Schärfe, bis in einzelne Poren hinein. Um dieses Zentrum herum fällt die Schärfe in gewollter Weise ab. Das Ganze: Ein Plädoyer für die Vintage-Fotografie.

Dir einen schönen Sonntag

lg

wolffslicht

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ADMIN

Hallo Wolffslicht,

ja, ist immer wieder interessant, was die alten Gläser so zaubern. Da ist ein Motiv, was auf den ersten Blick eigentlich keins ist. Wenn dann jedoch die alten Gläser anfangen, Licht und Unschärfen zu gestalten, entsteht auf einmal der, wie Du es nennst, "Farben- und Bokeh-Theatervorhang" – und der Hauptdarsteller auf dieser Bühne erhält einen ganz anderen Auftritt :-).

Liebe Grüße 

Roland

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MOD

Hallo Roland,

hast Du wieder ganz fein gemalt! :-) Super Farbgebung und Hintgergrundmalerei. Auch der Blick von hinten auf die Blüte und Spitzen  der Blütenblätter ist mal so ganz anders. Das führt den Blick direkt ins Bild. Gefällt mir sehr. Lieben Danke für`s Zeigen. Die Gemeinde freut sich. :-) 

Liebe Grüße

Gabi

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Hallo Inga,

ja, die Art, wie dieses leider sehr seltene Objektiv "malt", ist ziemlich einzigartig. Es ist interessant, verschiedene 1.2er-Objektive miteinander zu vergleichen. Die Unterschiede sind oft gravierend – hängen aber oft auch von der jeweils individuellen Aufnahmesituation ab. Ein spannendes Gebiet...

Liebe Grüße 

Roland

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MOD

Grüß Dich Roland,

Jetzt habe ich das Obi erst mal googeln müssen. Wenn ich es richtig verstanden habe ist das eine Handelsmarke von Taisei Kogaku und diese Firma ist der Opa von Tamron. Das ist so interessant, Bilder solcher Exoten zu sehen und ihre Einzigartigkeit entdecken zu dürfen. Danke für's Zeigen.

Servus Wolfgang 

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ADMIN

Hallo Wolfgang,

ja, Du hast "richtig" gegoogelt. Man kann sagen, dieses Teil ist einer der Tamron-Vorgänger.

Es gilt als eines der besten je produzierten 1.2er-Objektive so um die 50-60mm herum. Leider ist es super selten zu bekommen, unter anderem deshalb, weil es seinerzeit in den späten 1950er Jahren in nur relativ geringer Stückzahl produziert wurde.

Auch interessant: Mit seinen 58mm ist es schon fast ein Kurz-Tele – und das bei einer Lichtstärke von 1.2!

Ich finde es total spannend, solchen alten Objektiven durch das fotografische Arbeiten ihre Geheimnisse zu entlocken und zu erkunden, was sie an modernen Sensoren für Charakteristiken zeigen. Ich bin immer wieder überrascht...

Liebe Grüße 

Roland

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Hallo Roland,

fein fängt sich das Licht im Lila der trotzigen Winterblüte. Die Glocke, der die letzte Stunde schlägt, ist das noch nicht. Die umrahmenden Blätter, Ästchen oder was es sein mag, bilden einen Farben- und Bokeh- Theatervorhang, der die Blüte bei ihrem Auftritt rahmt. Der Blick nach vorne geht ins Weite.

Die Blüte hat eine ganz wunderbare Schärfe, bis in einzelne Poren hinein. Um dieses Zentrum herum fällt die Schärfe in gewollter Weise ab. Das Ganze: Ein Plädoyer für die Vintage-Fotografie.

Dir einen schönen Sonntag

lg

wolffslicht

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Hallo Wolffslicht,

ja, ist immer wieder interessant, was die alten Gläser so zaubern. Da ist ein Motiv, was auf den ersten Blick eigentlich keins ist. Wenn dann jedoch die alten Gläser anfangen, Licht und Unschärfen zu gestalten, entsteht auf einmal der, wie Du es nennst, "Farben- und Bokeh-Theatervorhang" – und der Hauptdarsteller auf dieser Bühne erhält einen ganz anderen Auftritt :-).

Liebe Grüße 

Roland

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Hallo Roland,

hast Du wieder ganz fein gemalt! :-) Super Farbgebung und Hintgergrundmalerei. Auch der Blick von hinten auf die Blüte und Spitzen  der Blütenblätter ist mal so ganz anders. Das führt den Blick direkt ins Bild. Gefällt mir sehr. Lieben Danke für`s Zeigen. Die Gemeinde freut sich. :-) 

Liebe Grüße

Gabi

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Hallo Inga,

ja, die Art, wie dieses leider sehr seltene Objektiv "malt", ist ziemlich einzigartig. Es ist interessant, verschiedene 1.2er-Objektive miteinander zu vergleichen. Die Unterschiede sind oft gravierend – hängen aber oft auch von der jeweils individuellen Aufnahmesituation ab. Ein spannendes Gebiet...

Liebe Grüße 

Roland

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Grüß Dich Roland,

Jetzt habe ich das Obi erst mal googeln müssen. Wenn ich es richtig verstanden habe ist das eine Handelsmarke von Taisei Kogaku und diese Firma ist der Opa von Tamron. Das ist so interessant, Bilder solcher Exoten zu sehen und ihre Einzigartigkeit entdecken zu dürfen. Danke für's Zeigen.

Servus Wolfgang 

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Hallo Wolfgang,

ja, Du hast "richtig" gegoogelt. Man kann sagen, dieses Teil ist einer der Tamron-Vorgänger.

Es gilt als eines der besten je produzierten 1.2er-Objektive so um die 50-60mm herum. Leider ist es super selten zu bekommen, unter anderem deshalb, weil es seinerzeit in den späten 1950er Jahren in nur relativ geringer Stückzahl produziert wurde.

Auch interessant: Mit seinen 58mm ist es schon fast ein Kurz-Tele – und das bei einer Lichtstärke von 1.2!

Ich finde es total spannend, solchen alten Objektiven durch das fotografische Arbeiten ihre Geheimnisse zu entlocken und zu erkunden, was sie an modernen Sensoren für Charakteristiken zeigen. Ich bin immer wieder überrascht...

Liebe Grüße 

Roland

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