Schlehe

Hallo zusanmen

ich stelle heute zum ersten Mal ein Foto hier im Makrotreff ein.

Bei unserem letzten Fotoausflug erweckte ein Schlehenbusch meine Aufmerksamkeit.

Die Zweige waren überzogen mit weißen Perlen (Blütenknospen). Eine gute

Gelegenheit, mit dem Trioplan zu üben. Freu mich auf Euer Feedback.

Viele Grüße

Norbert Poggenwisch

Kommentare

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ADMIN

Hallo Norbert,

herzlich willkommen bei Makrotreff! 

Jip, jetzt geht bei den Schlehen die Post ab! Du hast eine ganz tolle Phase "erwischt": eine offene Blüte inmitten des Knospen-Meers. Sieht klasse aus.

Zwei Dinge spreche ich detaillierter an:

Schärfen / Unschärfen

Insbesondere am linken Bildrand kann das Trioplan seine tolle Mal-Fähigkeiten auch außerhalb der "Bubbles" zeigen. Die rechte Bildhälfte wir dominiert von den Knospen, die sich geringfügig vor der Schärfeebene befinden.

Hier ergeben sich zwei "Probleme": Zum einen geben viele Objektive Vordergrundunschärfen anders, leider meist etwas weniger attraktiv bzw. spektakulär wieder als Hintergrundunschärfen. Zum anderen sind diese Unschärfen im Vordergrund so gering, dass man erst mal genau schauen muss, um zu erkennen, dass sie tatsächlich nicht scharf sind; das ist ein wenig irritierend.

Es ist in der Regel besser, Schärfen und Unschärfen stärker voneinander zu trennen, d.h. Unschärfen deutlicher als solche wiederzugeben. Das erleichtert einem Bildbetrachter die Orientierung im Foto.
Dies ist vor allem dadurch möglich, dass man mit der Kamera so lange "rumfährt", bis ein möglichst großer Abstand zwischen Hauptmotiv und seinen umgebenden Strukturen entsteht.

Das klingt jetzt ziemlich abstrakt, aber letztendlich geht das so (wenn man nicht den halben Strauch mit der Schere beschnibbeln will – grins). Führt das oben beschriebene Vorgehen zu keinem befriedigenden Ergebnis, kann es durchaus dazu führen, sih eine andere, für die Lösung dieses Schärfe-Unschärfe-Aspektes besser geeignete Stelle am Strauch zu suchen.

Belichtung

Die offene, weiße Hauptmotivblüte ist geringfügig überbelichtet.
Dies passiert insbesondere dann schnell, wenn weiße Motivteile einen geringen Anteil an der ansonsten dunkleren Gesamtfläche eines Fotos einnehmen. Die Kamera-Belichtungsautomatik wählt einen Mittelwert, bei dem der kleine, weiße Bereich unterrepräsentiert wird – mit der Folge, dass er zu hell abgelichtet wird.

LÖSUNG:
Sie liegt auf der Hand: Bereits beim Fotografieren manuell in die Belichtungsvorgabe der Kamera eingreifen und nach unten korrigieren. Hier bei diesem Beispiel hätte etwa eine knappe bis eine Blende ausgereicht.

Eine nachträgliche Belichtungskorrektur per Bildbearbeitung wird nur unbefriedigende Ergebnisse liefern, weil die hellen Blütenstellen ausgefressen sind; da lässt sich nichts mehr holen.

Ansonsten eine tolle Bildidee, diese eine Blüte im Knospen-Meer in Szene zu setzten aus einer wirkungsvollen Perspektive und mit einem gelungenen Bildaufbau.

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht" 

Roland

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Makronist

Hallo Roland,

erst einmal vielen Dank für deinen Kommentar.

Bei der Belichtung hast du natürlich völlig Recht, da hab ich nicht aufgepasst und mich auf die Kamera verlassen.

Bezüglich der Schärfe/Unschärfe finde ich deinen Rat, die Kameraposition zu verändern, super. Ich bin doch ziemich oft zu unbweglich beim Fotografieren und behalte beharrlich meine und/oder die Kameraposition bei.

Ich werde deine Tipps bei den nächsten Fotos umsetzen.

Viele Grüße     Norbert

 

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