Voigtländer Macro Apo-Lanthar 2.5/125mm – Gewöhnliche Küchenschelle

Die Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) befindet sich zur Zeit in der Vollblüte. An ihrem natürlichen Standort ist sie meist die erste Pflanze, die nach dem Winter erscheint. Sie sticht oft farblich deutlich aus den in ihrem unmittelbaren Umfeld abgestorbenen Pflanzenteilen des Vorjahrs hervor.

Ich habe dieses Foto mit dem Voigtländer Macro Apo-Lanthar 2.5/125mm mit Blende 2.5 gemacht.

Kommentare

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MOD

Hallo Roland!

Du zeigst uns hier eine Küchenschelle,die sich von den" normalen"  Makros irgendwie abhebt. Der Hintergrund wirkt auf mich fast vintagemäßig gezeichnet, aber eben doch nicht wirklich. Durch die tolle Schärfe setzt sich dein Hauptdarsteller sehr schön vom Hintergrund ab.Es scheint mir eine Möglichkeit der malerischen Makrofotografie mit Neu-Objektiven zu sein.;-) Das zeigt mal wieder, dass eine Beschäftigung mit  moderner Optik  nicht vernachlässigt werden sollte und damit auch künsterlische Aspekte im Bild verbunden werden können. Sehr schön! Leider ist mir das Objektiv noch nicht untergekommen. Schade! :-)

Liebe Grüße

Gabi

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ADMIN

Voigtländer Macro Apo-Lanthar 2.5/125mm

Hallo Gabi,

Du bringst es auf den Punkt. Das Hauptmotiv, die Küchenschellenblüte, zeigt die volle Schärfe moderner Objektive, während die Unschärfen sehr weich und doch ein wenig strukturiert wiedergegeben werden.

Dies ist typisch für das von mir verwendete Voigtländer Apo-Lanthar 2.5/125mm. Es gehört einer Reihe von modernen Makroobjektiven von Voigtländer mit unterschiedlichen Brennweiten an, die extrem gut korrigiert sind. Sie verfügen über keine Autofokus-Funktion. Ihre Optik gehört zum Besten, was es zur Zeit auf dem Markt gibt. Entsprechend ist ihr Ruf; sie genießen fast ein wenig Kult-Charakter.
Und tatsächlich handelt es sich um hervorragende Objektive, sowohl mechanisch als auch fotooptisch.

Aber das "Besondere" an ihnen ist meines Erachtens ihre Abbildungscharakteristik. Sie heben sich ein wenig von der relativ ähnlichen Abbildungscharakteristik aller klassischen, modernen Makroobjektive der Kamerahersteller und ihrer typischen "Zulieferer" (Fremdfirmen) ab. Während beispielsweise ein 100er Makro der Firma A sich im Bildergebnis kaum vom 100er Makro der Firma B unterscheiden lässt, ist dies beim Apo-Lanthar anders. Es zeigt, je nach Motivsituation, eine Art "weiche Schärfe", wobei die Schärfe selbst bei Offenblende bis zum Bildrand hin extrem hoch ist. Auch die Farbwiedergabe unterscheidet sich von derjenigen vieler anderer Konstruktionen; die Farben gehen – je nach Lichtverhältnissen – leicht ins Pastellfarbene.

Diesen Unterschied verdeutlicht das Küchenschellenfoto oben. Es ist also – abbildungsmäßig gesehen – eine Art "Zwischenglied" zwischen modernen Objektiven und ihren Brüdern und Schwestern aus alten Zeiten :-). Dennoch ist es kein Vintage-Objektiv in dem Sinne, wie wir das hier bei Makrotreff definieren; es ist eben kein altes, sondern ein neues, hochmodernes Objektiv. Deshalb habe ich dieses Foto auch nicht in die Vintage-Galerie eingestellt.
Und: Viele Vintage-Objektive malen nochmals wesentlich profilierter in den Unschärfen als dieses Apo-Lanthar. Hinsichtlich solcher Punkte wie Rendering oder Unschärfeverläufe bestehen weiterhin große Unterschiede – mal ganz abgesehen von der Diversität, mit der alte Objektive den Malpinsel schwingen können :-). Hier gibt´s ja eine sehr große Auswahl verschiedener Mal-Arten.

Das Apo-Lanthar hat also mehr eine Sonderstellung unter den modernen Objektiven, bei denen es sehr positiv heraussticht.

Neben dem Apo-Lanthar gibt es noch ein weiteres modernes, ebenfalls manuelles Makroobjektiv, das sich hinsichtlich der Abbildungscharakteristik erkennbar von den vielen übrigen, natürlich auch hervorragenden Makroobjektiven unterscheidet. Es ist das Laowa 2.8/100mm Macro. Auch bei diesem tollen Objektiv liegen die Unterschiede insbesondere in der Darstellung der Unschärfen und der Farbwiedergabe.
User Tilo hier bei Makrotreff fotografiert mit diesem tollen Objektiv. Beispielsweise sein Dickkopffalter-Foto hat er damit erstellt.

Liebe Grüße 

Roland

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MOD

Hallo Roland!

Ich danke für deine interessante und ausführliche Erklärung zum Bild und zur Optik. Diese besondere Abbildungscharakteristik macht es aus. Ich hab mir das Bild von Tilo nochmal angeschaut . Auch hier beim Laowa findet man diese" umspielende Weichheit" gepaart mit bester Schärfeleistung. Gefällt mir sehr gut.Das kenne ich im Ansatz eigentlich nur vom Sigma 150mm. Das 100er Canon kann bei Offenblende auch malerische Hintergründe zeichnen, aber es ist mit dem oben nicht vergleichbar. Jedes Obi braucht halt seinen passenden Partner hinter der Kamera. Dann ergeben sich ( ver)bezaubernde Ergebnisse. ;-)

Liebe Grüße

Gabi

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