Leberblümchen

Hallo zusammen,

erst jetzt zur Blüte der ersten Frühlingsblüher komme ich wieder zum Fotografieren. Es gibt nicht ganz soweit von uns weg im Kreis Gütersloh einen wunderschönen Ort, wo diese kleinen, wunderschönen Blümchen zu Millionen blühen. Es war nach so einer langen Zeit doch eine ganz schöne Herausforderung für mich..

Ich freue mich auf Eure Bildkritiken. :-)

Liebe Grüße

Martina

 

Kommentare

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ADMIN

Hallo Mabu,

wow, das ist phantastisch! Das Bokeh ist der Hammer! Absolut genial ist es unmittelbar rechts neben der Hauptmotivblüte. Diese unscharfe Bokehblüte vor hellem Hintergrund – das ist Malen mit der Kamera!

Zwei Kleinigkeiten erwähne ich:

Abgrenzung Hauptmotiv

Die Hauptmotivblüte ist relativ klein auf dem Bild, nimmt also recht wenig Bildfläche ein. Das ist generell natürlich überhaupt kein Problem. Aber wenn, wie in diesem Fall hier, im Hintergrund die gleich Farbe auftaucht, muss man ein wenig aufpassen, dass sie sich vor dieser Farbe dennoch ausreichend abhebt. Genau im oberen Bereich der Hauptmotivblüte befinden sich andere Leberblümchenblüten unscharf im Hintergrund; die Hauptmotivblüte überlappt diese unscharfen Bokehblüten. Und genau an diesen Stellen hebt sie sich relativ gering vom Hintergrund ab.

LÖSUNG:
Wenn man beim Fotografieren bereits bemerkt, dass sich unmittelbar hinter der Hauptmotivblüte bzw. an deren äußeren Rändern die gleichen Farben auch im Bokeh befinden, reicht es meist aus, den Aufnahmewinkel minimal zu verändern, um die Umrandung der Hauptmotivblüte deutlich hervorzuheben.
Je mehr Fläche die Hauptmotivblüte im Bild einnimmt, desto weniger Bedeutung bekommt dieser Sachverhalt. Umgekehrt gilt: Wenn die Hauptmotivblüte eher klein abgebildet wird, ist es sehr vorteilhaft, auf ihre optische Freistellung nicht nur mittel der Schärfe, sondern auch hinsichtlich der Farben zu achten.

Belichtung

Das Foto ist insgesamt ein wenig zu dunkel. Eine Aufhellung über alle Lichtwerte hinweg – also über den Regler Belichtung – wird noch mehr "Frühling" ins Bild bringen – und auch das Bokeh noch mehr aufwerten.


Die beiden angesprochenen Punkte stellen Kleinigkeiten dar. Sie ändern aber auch gar nichts daran, dass hier ein Bild vorliegt, bei dem das eingesetzte Oreston 1.8/50mm zeigen konnte, zu welchen Mal-Leistungen es in der Lage ist. Ein klasse Foto!

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht" 

Roland

Profile picture for user Nix Fix

Hallo Roland,

vielen Dank für Deine wertvollen Tipps. :-)

Bei den Leberblümchen war ich schon oft mit meinem klassischen Makroobjektiv. Dieses Jahr habe ich sie zum ersten Mal mit meinem Obi, dem Oreston, abbilden wollen, natürlich ohne Stativ und manuell fokussiert, so wie ich es bei Deinem Vintage-Workshop letztes Jahr gelernt hatte. Auf dem Waldboden ging natürlich die Luzi ab und meine größte Herausforderung war in der Tat die Suche nach dem passenden Hintergrund, um nicht das Hauptmotiv "übermalen" zu lassen. Am Ende des Tages hatten Norbert und ich ein paar wunderschöne Stunden inmitten dieser Blumenpracht verbracht und konnten diese für uns alle gerade nicht so einfache Zeit tatsächlich ausblenden.

Viele liebe Grüße

Martina

Profile picture for user Wolfgang Zeiselmair
MOD

Grüß Dich Martina,

Fein kommen sie daher Deine Leberblünchen. Etwas Licht auf der geöffneten Blüte hätte dem Bild zu mehr Strahlkraft verholfen, deshalb immer eine Taschenlampe in der , na ja Tasche eben *lach*. Das ist aber nur der letzte Schliff, das Bild ist wie gesagt ein sehr ansprechendes Frühlingsbild.

Servus
Wolfgang

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